Sauenhaltung, Ferkelaufzucht und Ackerbau

Hof Holboer

Ãœber uns

Familie Holboer

Auf dem Hof der Familie Holboer sind drei Generationen zu Hause: Die Großeltern Bernd und Johanna, Ehepaar Jan und Andrea mit den Kindern Annika, Julia, Sophie und Felix.
 
Im Jahr 1928 wurde der Betrieb aus Nordhorn ins Hestruper Feld ausgesiedelt. In den Anfängen war dieser ein typischer Grafschafter Mischbetrieb mit Milchvieh und Schweinen. Ab 1993 hat Sohn Jan kontinuierlich die Sauenhaltung erweitert, sodass heute mit 560 Sauen und den dazugehörigen Ferkelplätzen die Erzeugung von Mastferkeln den Hauptbetriebszweig bildet.
 
Tochter Annika tritt in die Fußstapfen des Vaters und möchte den Hof weiterführen.

Wartestall

Nach der erfolgreichen Besamung werden die Sauen in den Wartestall gestallt. Hier bleiben sie knapp 4 Monate. Sie können sich hier frei bewegen und sich an Futterstationen selbstständig ihr Futter abholen. Der Landwirt führt hier eine Trächtigkeitskontrolle per Ultraschall durch, um den Befruchtungserfolg zu bestätigen.

Deckzentrum

Sauenhaltung

Deckzentrum

Die Jungsauen, die ein deckfähiges Alter von 240 Tagen erreicht haben, sowie Sauen, die 4 Wochen ihre Ferkel gesäugt haben, kommen in das Deckzentrum. Hier stehen die Sauen in einem Kastenstand, da sie während ihrer fruchtbaren Tage sehr wild werden und den Landwirten sowie andere Tiere durch Aufspringen verletzen können. Sie werden durch einen Eber, der vor ihnen vorherläuft stimuliert und kommen in die sogenannte „Rausche“. Erst wenn die Sau eindeutig rauscht, d.h. ihre Ohren anlegt und den Ebersprung duldet, wird über eine saubere Pipette das Sperma des Ebers künstlich eingeführt.

Vorteile des künstlichen Besamens sind:
– Keine Ãœbertragung von Krankheiten
– höhere Arbeitssicherheit als beim Natursprung
– Erhöhter Zuchtfortschritt durch zugekauftes Sperma von spezialisierten Zuchtstationen

Abferkelstall

Nach 115 Tagen Trächtigkeit geht es für die Sauen in den Abferkelstall. Dort sind sie in dem sogenannten Ferkelschutzkorb fixiert. Dieser schützt die kleinen Ferkel vor dem versehentlichen Erdrücken durch die Muttersau. Hier bleiben Sau und Ferkel 4 Wochen lang zusammen, bis die Sau von ihren Ferkel abgesetzt und wieder erneut besamt wird. Die Ferkel sind jetzt groß genug, ohne die Muttermilch zu leben und werden von getreidehaltigem Futter ernährt.

Auf dem Hof Holboer gibt es zwei Systeme von Abferkelställen: In den älteren Ställen sind die Sauen die gesamte Säugezeit fixiert, um das Erdrückungsrisiko zu minimieren. Im neuen Teil des Stalls wurden Abferkelbuchten gebaut, die geöffnet werden können, um der Sau mehr Platz zu bieten. Kurz nach der Geburt, wenn die Ferkel etwas größer und fitter sind, werden die Kastenstände geöffnet. Dies ist ab dem Jahr 2036 gesetzlich verpflichtend.

Ferkelstall

Nach 4 Wochen bei der Muttersau geht es für die Ferkel in den Ferkelstall. Dort leben sie in Gruppen von 25 Ferkeln zusammen. Aus Futterautomaten können sie ihr Futter aufnehmen.

Hier bleiben sie circa 7 Wochen. Mit circa 30 kg Lebensgewicht werden sie an einem Vertragsmäster verkauft, wo sie dann zu schlachtfertigen Mastschweinen weitergefüttert werden.

Ackerbau

Auf über 100 Hektar betreiben wir mit unseren eigenen Maschinen Ackerbau. Zum Anbau gehören Dauergrünland zur Heuernte, Wintergetreide mit nachfolgendem Zwischenfruchtanbau sowie Mais.

Den Mais dreschen wir selbst oder verkaufen ihn als Silomais. Das Getreide wird ebenfalls selbst geerntet und zu einer Genossenschaft geliefert. Von dort beziehen wir wieder fertiges Mischfutter.

Die Zwischenfrüchte tragen dazu bei, den Boden langfristig durch einen stabilen Humusgehalt fruchtbar zu halten. Der Ackerbau stellt nicht nur eine willkommene Abwechslung zur Arbeit im Stall dar, sondern gibt uns auch die Möglichkeit, unseren Wirtschaftsdünger selbst zu verwerten.